Rund 40 Radelnde fordern sichere Aachener Straße

Düren, 11. September 2026. Am Freitagabend sind rund 40 Radfahrende unter dem Motto „Radfahren in Düren – aber sicher!“ durch Düren und durch Derichsweiler und Gürzenich gefahren. Diesmal ausnahmsweise nicht als spontane Critical Mass, sondern als offiziell angemeldete Fahrrad-demonstration, mit fester Route und in Abstimmung mit der Polizei.
Treffpunkt und Ziel war der Marktplatz. Von dort aus sind wir geschlossen im Verband durch die Stadt gefahren – sichtbar, laut und gemeinsam. Die Polizei hat die Fahrraddemo mit mehren Polizeibussen und zwei Motorrädern abgesichert.
Die Demo verlief wie eine Critcal Mass, mit Musik, guter Laune und ohne politische Bekundungen – außer an der Aachener Straße.
ProRad begrüßt den neuen Verkehrsversuch an der Aachener Straße. Vor allen Dingen, weil damit gezeigt wird, dass nunmehr der Wille da ist, eine für Radfahrende gute Lösung herbeizuführen. Das erste Konzept der Verwaltung hatten wir abgelehnt, weil im Ergebnis keine einheitliche Führungsform entstehen würde. Außerdem war auch vorgesehen, dass im Bereich Rurbrücke bis Rurstraße/Elberfelder Straße Fuß- und Radverkehr die Nebenanlage teilen müssten. Das ist in Bereichen mit vorhandenem Fußverkehr eine Quelle für Konflikte. Die bisherige Verkehrsführung wurde berechtigter Weise von vielen Bürgern als so gefährlich wahrgenommen, dass sie sich bisher nicht getraut haben, auf der Aachener Straße Fahrrad zu fahren. Die mittlerweile verworfene Umbauplanung hätte zu keiner wesentlichen Verbesserung geführt. Im Rahmen des jetzigen Verkehrsversuchs können erstmals Radfahrende über eine längere Strecke in die Stadt fahren ohne bei zahlreichen Wechseln zwischen Straße, Fahrradweg und gemeinsamer Wegnutzung mit Zufußgehenden immer wieder in Konflikt mit anderen Verkehrsteilnehmern zu geraten.