Düren. Im Mai 2021 beschloss der Dürener Stadtrat die Einrichtung einer beidseitigen Protected Bike Lane (PBL) auf der Veldener Straße zwischen Birkesdorf und Fritz-Erler-Straße. Bisher – abgesehen von einem zeitweiligen Teststück – wurde noch nichts davon umgesetzt. Die Realisierung verzögert sich wegen dringend notwendiger Kanalsanierung bis heute und wird voraussichtlich erst 2024 umgesetzt. Das eigentliche Problem ist nicht die zeitliche Verzögerung, sondern das abrupte Ende an der Fritz-Erler-Straße.
Radfahrende, die die zukünftige PBL in Richtung Innenstadt nutzen möchten, müssen sich darauf einstellen, von einem geschützten Radstreifen in eine für Radfahrende lebensgefährliche Infrastruktur geleitet zu werden.
ADFC-Mitglied Elmar Farber hat dazu einen Bürgerantrag gestellt der fordert, dass die Protected Bike Lane stadteinwärts über die Veldener Straße, Phillipstraße und August-Klotz-Straße bis zur Kreuzung mit der Aachener Straße fortgeführt wird. Weiterlesen
Kategoriearchiv: Infrastruktur
Achtung: Schrittgeschwindigkeit für Radfahrende

Dürener Straße in Kreuzau
Aus Anlass des Zeitungsbeitrages zum Radverkehr in Kreuzau vom 12. Mai nehmen wir eine leider ‚fehlgeleitete‘ Information zum Anlass, nicht nur zu berichtigen, sondern auch eine wichtige Aufklärungsarbeit zu leisten.
ProRad macht darauf aufmerksam, dass Radfahrende ab PM-Tankstelle Richtung Düren keineswegs nur auf der Fahrbahn fahren dürfen. Verboten wäre die Fahrt auf dem Gehweg lediglich über Schrittgeschwindigkeit hinaus. Kaum einer weiß um dieser Sachlage, die theoretisch mit Bußgeldern einher gehen kann und praktisch mit rechtlichen Nachteilen bei Kollisionen mit Fußgängern, und deshalb wollen wir aufklären. Weiterlesen
Durchgefallen beim ADFC-Fahrradklima-Test
Düren schneidet mit Note 4,3 wieder schlecht ab. Platz 92 von 113.
Trotz einer Reihe von umgesetzten Maßnahmen der Stadt schneidet Düren im Vergleich zu 2020 unverändert ab. Für uns zeigt das weiterhin, dass der Fokus auf Schutzstreifen auch an vielbefahrenen Straßen weder geeignet ist, den Radverkehrsanteil, noch das subjektive Sicherheitsempfinden von Radfahrenden zu steigern.
Im bundesweiten Ranking befindet sich Düren in der Stadtgrößenklasse 50-100.000 Einwohnern auf Platz 92 von 113. Besonders schlecht waren erneut die Ergebnisse zu Fragen nach der Sicherheit beim Radfahren in Düren. Weiterlesen
Stand der Mobilitätsplanungen in Vettweiß
Aus Anlass der Berichtserstattung in der Dürener Zeitung:
Die Gereonstraße im Hauptort soll zu einer Tempo-30-Zone
umgewandelt werden, weil wegen der zahlreichen Umfahrungsstraßen keine Notwendigkeit mehr bestehe, dort 50 km/h fahren zu müssen.

ProRad ist der Meinung, dass die Vorschläge der Ingenieure Pachan und Rödel Hand und Fuß haben. Das entspricht unseren Erfahrungen bei der Erstellung eines Radverkehrskonzeptes in Jülich. Die beiden Herren sind dort unter anderem mit guten „best Practice“-Beispielen aufgefallen, und sonst auch mit vernünftigen Ideen. Weiterlesen
ProRad fordert RS-399n

Bild aus dem Klimaschutz-Teilkonzept, S. 94
Mit RS sind Radschnellwege gemeint. Es handelt sich um ein Konzept, das in das Klimaschutzteilkonzept (2015) aufgenommen wurde. Dieses KSTK wurde damals zumindest im Grundsatz vom Rat beschlossen.
Die Planungen für die B399n sind dagegen schon recht alt, was zum Teil auch daran liegt, dass wegen Bahnangelegenheiten eine lange Pause eingelegt werden musste. Im Juni 2020 hatte ProRad bereits eine Pressemitteilung zur B399n veröffentlicht. Leider konnten die von uns eingebrachten Belange des Radverkehrs in der Planung nur sehr begrenzt berücksichtigt werden. Das ist enttäuschend und nicht zeitgemäß. Weiterlesen
Kreuzau: es fielen uns die Schuppen von den Augen
In Zusammenhang mit der Planung für die Hauptstraße/K39 wurde uns schlagartig klar, warum viele Radfahrende in beiden Richtungen(!) an der linken Seite der Hauptstraße fahren, wo es nur einen schmalen Gehweg gibt.
Denn an der Bahnquerung zur Hauptstraße gibt es seit eh und je Drängelgitter! Während es an der Bahnhofstraße automatische Schranken gibt. Der Weg ist dort frei (für Radfahrende aber nicht ganz). In diesem Beitrag brechen wir eine Lanze dafür, dass mehrere Maßnahmen unabhängig vom Prozess zum Radverkehrskonzept in Kreuzau einfach angegangen werden. Weil sie logisch sind. Wir gehen aber auch auf die unrühmliche Rolle des Kreises Düren ein. Weiterlesen
Umbau Hauptstraße Kreuzau: „Wir müssen draußen bleiben“
Nachtrag: Zeitungsartikel vom 10.2.2023 zur Ratssitzung vom 7.2.2023
Nach dem Willen des Rates der Gemeinde Kreuzau wird die (im Bild) linke Hälfte dieses für Radfahrende freigegebenen Gehweges an der beim Bahnübergang beginnenden Hauptstraße an einer Stelle von einer sogenannten Buswartehalle – die es sonst in Kreuzau selten oder gar nicht gibt – teilweise blockiert. Das Gleiche gilt für einen Parkplatz vor dem Elektrogeschäft der Fa. Küpper. Dieser soll gemäß Planung neu eingerichtet werden und halbiert die Breite des Gehweges sogar: Weiterlesen
Schulweg muss sicher sein
Unter dieser Überschrift hat die Zeitung am Sonntag (in allen Lokalausgaben) ein Kommentar zum Schulweg veröffentlicht. Der erste Satz darin:
Wenn es um die Sicherheit ihrer Kinder geht, verstehen Eltern keinen Spaß.
Wir auch nicht. Nicht bloß, weil bei uns auch Eltern aktiv sind, sondern weil es ein allererstes Anliegen von kommunaler Verkehrspolitik sein muss, sichere Schulwege bereitzuhalten – für uns bedeutet das Radrouten. Zugegebenermaßen: Der Kommentar bezieht sich unter anderem auf ein schreckliches Vorkommnis im Busverkehr, welches das Vertrauen von Eltern, dass ihre Sprösslinge sicher unterwegs sind, beeinträchtigen könnte. Vertrauen geht zu Pferd aber kommt erst zu Fuß wieder zurück. Von daher ist der Kommentar völlig berechtigt. Im Kommentar wird aber auch angemerkt, dass Eltern sich darauf verlassen können müssen, „dass ihr Nachwuchs auf dem Schulweg, aber natürlich auch sonst, auf den Straßen der Region sicher ist.“
Damit sind wir beim Schulradverkehr. Weiterlesen
Halbzeit !
Halbzeit beim ADFC Fahrradklimatest
Macht Radfahren Spass oder bedeutet es eher Stress; was hält dich vom Radfahren ab?
Die Umfrage ist wichtig, damit die Gemeinden wissen, wo es hapert.
Größere Städte benötigen mehr Stimmen für ein repräsentatives Ergebnis, bei kleineren Gemeinden sind mindestens 50 erforderlich.
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Radfahrende werden ausgebremst

Unfall-Lage Bahnhofstraße Kreuzau
In diesem Beitrag geht es um kleine Anpassungen, die von Verantwortlichen in und um Düren im Verkehrsgeschehen herbeigeführt werden und die in der Praxis zumindest den Komfort für Radfahrende beeinträchtigten. „Ausgebremst“ gibt es aber ebenso – von daher der etwas prägnante, aufmerksamkeitsheischende Begriff in der Überschrift. 😉
Aktueller Anlass ist eine Anpassung, die der Kreis Düren (als Straßenverkehrsbehörde) bei der Beschilderung an der Bahnhofstraße in Kreuzau veranlasst hat, nachdem dort zwei Unfälle passiert sind. Das ist Punkt 1.
Anschließend wird von uns dargelegt, dass es sich um ein häufig vorkommendes Problem handelt, weshalb Radfahrende in der Summe merklich beeinträchtigt werden. Was selbstverständlich dem Bemühen um Fahrradfreundlichkeit und damit Radverkehrsförderung(!) entgegenwirkt. Ziel dieses Beitrages ist es, für die Problematik zu sensibilisieren. Deswegen zitieren wir heute auch aus einem Schreiben an Verantwortliche in Politik und Verwaltung. Weiterlesen
