Stadtradeln + Team „Critical Mass“

Am 11. Juni fängt für Düren das diesjährige Stadtradeln an. Letztes Jahr haben wir uns in „ProTest-Team“ umbenannt und teilgenommen (siehe Web-Beitrag + Zeitungsartikel 2020). Damit wollten wir dagegen protestieren, dass die Infrastruktur für Radfahrende sich in den letzten Jahren nicht genügend verbessert hat. Nennenswerte CO2-Einsparung wird aber nicht durch eine dreiwöchige Aktion erreicht, sondern durch dauerhafte und weitreichende Veränderungen. Auch in diesem Jahr werden wir nicht als Team ProRad teilnehmen (es gibt aber ein Critical Mass Team – mehr dazu gleich).

ProRad kämpft weiter für eine Infrastruktur, die von allen Altersgruppen angenommen wird. Da ist es nur recht, dass der ADFC-NRW das genauso sieht– siehe unseren Beitrag vom 3. Juni. Auch kleine CO2–Einsparungen sind besser als nichts, keine Frage. Aber viel mehr CO2 kann dauerhaft eingespart werden, wenn die Infrastruktur „stimmt“!

Deshalb weisen wir hiermit auf die Stadtradeln – App hin.
Die App gibt es für Android und iOS. Mit ihr kann man seine alltäglichen Fahrten aufzeichnen und die Daten zur Verfügung stellen. So entsteht durch viele Alltagsradler eine sogenannte Heat Map, eine Karte von Strecken, die in Düren von Radfahrenden oft befahren werden.


Je mehr Radler eine Strecke befahren, umso kräftiger wird der Strich auf der Karte. So kann man auf einen Blick sehen, welche Strecken in Düren häufig genutzt werden. Und wenn man sich dazu in den kommenden drei Wochen auch noch dem Team Critical Mass Düren anschließt, kann man beim Stadtradeln Kilometer sammeln.

Critical Mass

Am Starttag des Stadtradelns am Freitag den 11.6. (18:00 Uhr, Markt Ecke Kölnstraße) wird es zufällig wieder eine „richtige“ Critical Mass seit längerer Zeit geben. Normalerweise findet sie in Düren monatlich am zweiten Freitag statt, und immer sind auch einige ProRadler dabei. Während der Corona-Zeit haben einige Male Critical Mass-Fahrten mit Einzelradfahrenden stattgefunden, die einfach in beiden Richtungen den Innenstadtring entlang geradelt sind. So entstand der Spaß zwar nicht in der Gruppe, aber im wiederholten Zuwinken, wenn man in der Gegenrichtung wieder jemanden sah.
Am kommenden Freitag, 11.6., kann man wieder als Gruppe mit mehr als 15 Menschen die Fahrbahn „erobern“. Die Innenstadt zu umrunden wäre wie eine Hommage an die Corona-Fahrten. Aber nicht nur das: Die „Akteure“ würden damit auch ein Zeichen für den Innenstadtring setzen, der komplett über Zweirichtungsradwege sicher und bequem befahrbar sein würde. Ein solcher Ring wäre für Düren ein großartiges Bindeglied für verschiedene Stadtteile (für alle Verkehrsteilnehmer), die entlang der Innenstadt miteinander verbunden wären.

Wallanlagen-Umrundung?

Innenstadtring

Innenstadtring

ProRad hat mit Überzeugungsarbeit mehr erreicht als wir uns das haben träumen lassen, aber noch ist viel weitere Überzeugungsarbeit zu leisten. In grauer Vergangenheit soll angeblich die Stadtmauer Jerichos gefallen sein, nachdem die Meute diese Stadt vielfach umrundet hat und ständig auf Posaunen blies. Die Symbolik wäre natürlich toll. Genau entlang der ehemaligen Wallanlagen Dürens radeln und ständig klingeln 🙂 . Aber wir bräuchten ebenfalls eine Meute, um die politisch noch existente Mauer zu Fall zu bringen.


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