Innenstadtring – Read the fucking manual!

Die Dürener Nachrichten/
Dürener Zeitung berichtete am 19.11.2020
ausführlich über das 2019 von ProRad vorgestellte und
nun entwickelte Konzept
für einen die Dürener City umschließenden
Einbahnstraßenring mit begleitendem Zweirichtungsradweg.

In dem Artikel wird deutlich, worin ProRad die wesentlichen Vorzüge des Innenstadtringes sieht:

  • Besserer Verkehrsfluss durch weniger Schnittpunkte an den Ampeln
  • Geringerer Platzbedarf eines Zweirichtungsradweges gegenüber zwei Einrichtungsradwegen
  • Trennung von Parkplätzen und Radweg und damit Vermeidung von sog. Dooring-Unfällen
  • Geringer Aufwand bei der Umsetzung und unproblematische spätere Anpassung des Radweges
  • Höhere Aufenthaltsqualität für die Dürener Innenstadt       

Die im Zeitungsartikel enthaltene Aussage, wonach einzelne Kfz-Fahrer bei einem Einbahnstraßenring zwar einen längeren Fahrtweg in Kauf nehmen müssten, aber dennoch kaum Zeit verlieren würden, erregt seitdem die Gemüter in den sozialen Medien. Letztlich lassen die Kommentare allerdings erkennen, dass sich deren Verfasser nicht mit dem Konzept des Innenstadtringes beschäftigt haben. Es geht eher um die Verunglimpfung von Radfahrenden und die vermeintliche Unzumutbarkeit, ein Fahrrad zu benutzen.

Denjenigen, die auf Facebook und Co. substanzlose Kommentare zum Besten gegeben haben, raten wir: „Read the fucking manual!“ Diese Empfehlung („RTFM“) ist ein gebräuchlicher Terminus aus dem Netzjargon und wird normalerweise als Antwort auf eine Frage gegeben, die durch das Lesen einer (Bedienungs)anleitung nicht aufgetaucht wäre.
Der Link zur Anleitung des Innenstadtring-Konzepts fand sich am Ende des DN/DZ-Artikels (www.prorad-dn.de/dossier). Mit allen, die die „verflixte Anleitung“ gelesen und sich mit unserem Vorschlag auseinandergesetzt haben, diskutieren wir gerne – ganz gleich, ob die Kritik positiv oder negativ ist. Mit beleidigenden Kommentaren, die mit dem Thema nichts zu tun haben, beschäftigen wir uns nicht.

Noch etwas ist uns wichtig:
Wir freuen uns über das Bekenntnis der „Koalition Zukunft“ zum Radverkehr und vor allem über die Pläne, alle vierspurigen und überbreiten Straßen auf zwei Fahrspuren zurückzubauen, um sichere Fahrradwege zu ermöglichen. Letzteres ist ein Anliegen, das ProRad schon seit Langem verfolgt und das spätestens seit dem tödlichen Unfall eines Radfahrers an der Aachener Straße zu einem unserer Schwerpunkte geworden ist.
Lt. Koalitionsvertrag sollen u.a. die Achse August-Klotz-Straße bis Birkesdorf und die Stürtzstraße zuerst in Angriff genommen werden. Beide Straßen sind auch Bestandteil des Innenstadtring-Konzepts von ProRad. Deshalb möchten wir mit der neuen Dürener Koalition ins Gespräch kommen, um Düren mit der besten Lösung zu einer fahrradfreundlichen Stadt zu machen, in der das Rad eine echte Alternative zum Auto darstellt.

Wir sind überzeugt, dass unser Konzept eines Einbahnstraßenringes mit Zweirichtungsradweg dazu geeignet ist, bei kluger Umsetzung sicheren Radverkehr rund um die gesamte Dürener Innenstadt zu ermöglichen und gleichzeitig dafür zu sorgen, dass auch andere Verkehrsteilnehmer profitieren oder zumindest nicht über Gebühr benachteiligt werden.

Radialverbindungen

Für unentbehrlich halten wir es, dass der Radverkehr des Innenstadtringes – ganz gleich in welcher Form dieser letztlich gestaltet wird – in Dürens Radvorrangroutenkonzept eingebunden wird, mit dessen Entwicklung ein Ingenieurbüro beauftragt wurde. Auch wir haben uns bereits über Radialverbindungen in die Dürener Innenstadt Gedanken gemacht und dazu ebenfalls ein Konzept entwickelt, das an den Innenstadtring anschließt. Interessierte finden die Anleitung dazu ebenfalls unter www.prorad-dn.de/dossier und wir können auch diesbezüglich nur raten: „Read the fucking manual!“ 😉

Ausschnitt aus der Radialengrafik – mit zusätzlichen Radialen zum Bahnhof.

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