Radverkehrskonzept: Innenstadt + Radialen

Endlich ist es soweit. Die lange angekündigte Verschriftlichung unseres Innenstadtringkonzeptes ist fertig (Oktober 2019: „in Kürze verschriftlicht“). Aber das ist nicht alles: Das Gleiche trifft auf sogenannte Radialverbindungen zu. Hiermit werden zwei wesentliche Elemente eines Radverkehrskonzeptes für Düren vorgestellt! Bereits im Herbst 2019 haben wir unser Konzept für einen Innenstadtring vorgestellt, welches wir inzwischen „weitergedacht“ haben. Entstanden ist zudem ein Radialroutenkonzept, das zusammen mit dem Innenstadtring eine gute Basis für ein Gesamtkonzept für den Dürener Radverkehr sein kann.

Für unsere Idee des Innenstadtringes haben wir bereits viel positive Resonanz bekommen, worüber wir uns sehr freuen. Aber natürlich gibt es auch Skepsis, was aufgrund des etwas ungewöhnlichen Ansatzes nicht verwundert. Die kritischen Anmerkungen haben wir zum Anlass genommen, unser Konzept so vollständig wie möglich zu begründen.

Alle Unterlagen sind nun auf unserer Dossierseite zusammengetragen. Das erste Dokument dort ist das zentrale Papier zum Innenstadtring, durch das auch der enge Zusammenhang mit dem Radialroutenkonzept deutlich wird. Am Ende dieses Dokumentes befinden sich überdies Verknüpfungen zu diesen anderen Dokumenten:

  • Innenstadtring-Anlage (Detailpunkte mit Fotos und Grafiken)
  • Wissenswertes zu einem vergleichbaren Umbau in Roermond
  • Eine detaillierte Grafik mit allen 17 von uns identifizierten Radialverbindungen…
  • … und eine Erläuterung dazu: Begleittext

Natürlich ist uns bekannt und wir freuen uns darüber, dass die Stadt Düren die externe Vergabe der Entwicklung eines Radverkehrskonzepts plant bzw. diese Vergabe u.U. sogar bereits erfolgt ist. Wir möchten uns dabei – wie wir bei verschiedenen Gelegenheiten bereits zum Ausdruck gebracht haben – gerne einbringen!

Wir sind überzeugt, dass die kluge Umsetzung eines Gesamtkonzeptes auf der Basis von platzsparenden Zweirichtungsradwegen nicht nur im Innenstadtring, sondern auch bei Radialen zu einer deutlichen Steigerung der Attraktivität der Radverkehrsinfrastruktur – und damit zu der angestrebten Erhöhung des Radverkehrsanteils – in Düren führen kann.

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6 Antworten zu Radverkehrskonzept: Innenstadt + Radialen

  1. Michel Voss sagt:

    … „innerörtliche Radwege selbst an den Straßen, wo sie aufgrund der hohen Verkehrsdichte als „notwendig“ angesehen werden, die Unfallgefahr erheblich erhöhen. … Zusätzliche Risiken, wie linksseitiger Radverkehr, … erhöhen das Unfallrisiko nur zusätzlich. … 12-faches Risiko auf Radwegen gegenüber Fahrbahnbenutzung“ http://bernd.sluka.de/Radfahren/Radwege.html

    • Rob Maris sagt:

      Ein Sluka, der heute noch das alte Dokument des ADFC Forschungsdienstes Fahrrad Nr. 173 verlinkt, kann ich wirklich nicht ernst nehmen. Der ADFC würde dieses Dokument heute selber nicht mal mehr ernst nehmen.

  2. Michel Voss sagt:

    „Verkehrssicherheitsforschung: Zweirichtungsverkehr auf einseitigen Radwegen in den Knotenpunkten & an Grundstücksausfahrten sehr unfallträchtig.“ 2017 https://www.moemlingen.de/media/27382/bericht-lkmrad16-20171110kommunen.pdf

    • Rob Maris sagt:

      Dieses Zitat kommt in diesem Dokument nicht vor.

      Im Übrigen: Bei einem Zweirichtungsradweg an einer Einbahnstraße ist die bei weitem häufigste Unfallursache überhaupt nicht existent, falls Seitenstraßenverkehr, welches zuerst den Zweirichtungsradweg passieren muss, um auf der Einrichtungsfahrbahn einzubiegen, nur nach links einbiegen kann/muss (aufgrund der Einrichtungsrichtung).

      Ansonsten ist es wie bei vielen Einrichtungsradwegen. Unfallstatistiken beinhalten immer noch einen Part an Unfällen auf nicht mehr zeitgemäß gebauten Radwegen. Mehr dazu in unserem Papier 01/2018 (Seitenleiste rechts).
      Das trifft analog auch auf Zweirichtungsradwegen zu.

  3. Michel Voss sagt:

    „Radwege sicherheitstechnisch überflüssig“ https://radunfaelle.wordpress.com/details/

    • Rob Maris sagt:

      „Warnhinweis“: Der verlinkte Blogbetreiber gehört ziemlich sicher der sog. Gruppe der Vehicular Cyclists an (Radfahrende, die wie Autofahrer nur auf der Fahrbahn fahren wollen).

      Mikael Collville-Andersen dazu in Copenhagenize:
      „Die gebe es vor allen Dingen in den USA und in einem geringeren Umfang auch in Deutschland. Ich fragte einem führenden US-Radverkehrsbefürworter zu diesem Thema. Antwort: Sie haben rund 35 Jahre Zeit gehabt, zu beweisen, dass es funktioniert. Es ist Zeit, die Idee zu begraben.
      Diese Gruppe lehnt Radinfrastruktur ab. Unglücklicherweise kommen sie mit jede Menge Ausreden, wenn irgendwen Dänemark oder die Niederlande als Beispiel nennt. „Won’t work here“ sagen die dann. Sie manipulieren Studien zur Verkehrssicherheit von Infrastruktur“. Am Ende stellt Colville-Andersen eine ernste Frage: „Wie viele Menschen würden ein längeres Leben haben dank sichere Radinfrastruktur? Oder hätten ein Leben mit weniger Krankheiten? Wie viele Übergewichtige hätten eine Chance, glücklich mit dem Rad zur Arbeit zu fahren?“

      @ M. Voss: Bitte schaut doch mal die ersten 6 Minuten dieses Videos: https://prorad-dn.de/avv-aufbruch-vortraege-vision/#thiemo_graf

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