Beim Radeln hast du die Wahl

am 3. Mai trafen sich ProRad mit Vertretern von Stadt, Polizei und Bezirksausschuss zum Thema Radwege am Straßenzug Kreuzauer Straße, Nideggener Straße.

Kurz gesagt, in ganz Niederau darf man als Radfahrer zukünftig wählen zwischen der Straße und den alten Radwegen.
Auch weiter innerhalb von Düren, wird es auf der Nideggener Straße keine Pflicht mehr geben, den Radweg zu benutzen, ebenso am Kreisel Europaplatz und der Nippesstraße.

Sportliche Pedalritter werden dies begrüßen, nicht so Leute, denen die Straße zu unsicher ist. Diese werden weiterhin die Radwege benutzen, oder mit dem Auto fahren, weil ihnen der Zustand dieser Wege zu schlecht ist, oder auf der Straße zu schnell gefahren wird.
Viele Schüler und Pendler sind auf dieser Route täglich unterwegs.

Außerorts wird der Radverkehr leider benachteiligt!
Über den Straßenabschnitt vom Ortsausgang Niederau bis zur Stadtgrenze Düren wurde jedoch vor unserem Treffen schon entschieden: die Straße soll nicht für Radfahrer freigegeben werden, man will die Radwegebenutzungspflicht beibehalten.

Es folgte eine heiße Diskussion, die Radwegebenutzungspflicht ist nach unserer Aufassung rechtswidrig. Schnelle Radfahrer wären weiter (illegal) auf der Straße unterwegs. Georg Schmitz und Jens Veith lehnen eine Beibehaltung strikt ab, da es dadurch kein durchgängiges Konzept auf dem Straßenzug gibt.
Die Radwege in den Nebenanlagen sind schlecht und zu schmal.
Uwe Schmitz, der Fahrradbeauftragte hielt dagegen, dass alles den Anforderungen entsprechen würde, und das so von Polizei und Straßenverkehrsbehörde bestimmt wurde.

Wir haben nachgeprüft, was die Vorschriften erfordern.
Zutreffende Ausschlusskriterien für den gemeinsamen Geh- und Radweg:

  • Hauptverbindung des Radverkehrs
  • hohe Nutzung des Seitenraumes durch besonders schutzbedürftige Fußgänger (Menschen mit Sehbehinderungen, Schüler)
  • Unterschreitung der Mindestbreite von 2,5 m! Wir haben nachgemessen, der Radweg ist außerorts nur 1,9 m breit (incl. Bordsteinkante und überwachsenem Asphaltrand.
  • der Zustand stadtauswärts ist nicht wirklich verkehrssicher.
  • mehrere Bushaltestellen bremsen den Radverkehr zu Stoßzeiten stark aus.

Siehe auch http://geh-recht.info/gemeinsame-geh-und-radwege.html

Jens Veith vom ADFC machte den Vorschlag, die Geschwindigkeit im Bereich der erlaubten 70 km/h auf 50 km/h zu senken, doch dies ist der Mehrzahl der Teilnehmer zu fortschrittlich. Es gäbe keine rechtliche Grundlage dafür, so die Stadt.
Es würde jedoch den Verkehrsfluss verstetigen und außerdem ist der Schadstoffausstoß unter 50 km/h signifikant geringer. Ein Kraftfahrer verliert dabei nur wenige Sekunden. Das ist es nicht wert, den Radverkehr hier zu benachteiligen.

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