Winterdienst für Radwege in Düren

Seit rund Anfang Dezember haben die Dürener Servicebetriebe (DSB) einige Radwege in Düren im Winterdienst aufgenommen. Es dürfte den Radfahrern auf diesen Radwegen bestimmt nicht entgangen sein, dass hin und wieder gestreut wurde. Zum Einsatz gekommen ist dabei eine Maschine, die fürs Räumen und Streuen von Radwegen gebaut ist. Für diese Radfahrer dürfte klar sein, dass der Drahtesel beim ersten Schneetag an diesem Mittwoch nicht zuhause bleiben muss, sondern auch dann zum Einsatz kommen kann – im Vertrauen darauf, dass die Wege Okay sind. Das trägt dazu bei, dass es nicht zu einem erhöhten Pkw-Verkehrsaufkommen in der Stadt kommt.

Zülpicher Straße

ProRad hat nach dem letzten Winter ein sehr konstruktives Gespräch mit der Leitung der DSB geführt, um zu erreichen, dass Radfahrer auch im Winter die Radwege benutzen können. Mit positivem Ergebnis: Der DSB hat zugesagt, in diesem Winter probehalber einige Radwege in den regulären Winterdienst aufzunehmen. Es bleibt zwar dabei, dass die Fahrbahnen zuerst geräumt werden, aber dennoch – das Signal an die Radfahrer ist: Wir tun was.

Die Mitglieder von ProRad freuen sich, dass der DSB seine Zusage eingehalten hat und die Radiale Zülpicher Straße sowie die Radiale Nideggener/Kreuzauer Straße, mit Oberstraße von Schnee und Eis befreit hat. Zwar noch nicht lückenlos, aber aller Anfang ist ja bekanntlich schwer. ProRad hofft, dass dieser Probewinter nur ein Anfang ist und die Räumung von Radwegen nicht nur fortgesetzt, sondern auf weitere Radwege ausgeweitet wird.

Kreuzau -> Niederau

Eines wird angesichts des Einsatzes des DSB allerdings umso deutlicher: Die Verantwortlichen für Radwege an Landesstraßen sehen sich offenbar nicht in der Pflicht. So lag der Radweg an der L249 zwischen Kreuzau und Niederau am Mittwoch ebenso unter einer Schneedecke wie der Abschnitt auf Höhe der Kuhbrücke (Aldi) an der gleichen Strecke.

Nähe Kuhbrücke/Aldi

ProRad wird sich auch hier für sicheres Radfahren im Winter einsetzen und hofft, dass die Durchsetzung der Forderung zum Räumen der Radwege durch die positive Vorreiter-Rolle des DSB leichter wird. Denn Lücken „im System“ führen sonst womöglich dazu, dass das Fahrrad doch „im Keller“ bleibt und im Berufsverkehr noch mehr Pkw unterwegs sind als normalerweise.

 

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