Rheinisches Radverkehrsrevier – Ergebnisse der Machbarkeitsstudie für die Radschnellverbindung Aachen–Düren-Frechen, sowie die speziellen Ergebnisse und nächsten Schritte für die Stadt Düren.
Hintergrund und Ziel des Projekts
Im Rheinischen Revier soll ein überörtliches Radwegenetz mit Radschnellverbindungen und Radvorrangrouten entstehen, um Strukturwandel, Klimaschutz und nachhaltige Mobilität zu unterstützen. Grundlage ist das „Gesamtregionale Radverkehrskonzept“, aus dem das Projekt „Rheinisches Radverkehrsrevier“ hervorgegangen ist und das vom Zweckverband LANDFOLGE Garzweiler koordiniert wird.
Inhalt der Machbarkeitsstudie
Untersucht wurde eine etwa 64,3 km lange Route Aachen–Stolberg–Eschweiler–Langerwehe–Düren–Merzenich–Kerpen–Frechen, wobei Trassenvarianten entwickelt, befahren, bewertet und in einer Vorzugsvariante zusammengeführt wurden. Die Studie enthält Potenzialabschätzungen (Verkehrsaufkommen), eine Nutzen-Kosten-Analyse und beruht auch auf einer Online-Bürgerbeteiligung im Januar 2025.
Zentrale Ergebnisse der Studie (Gesamtstrecke)
Die Route weist ca. 50,3 km Radschnellverbindungsstandard, 7,6 km Radvorrangroute und 6,3 km Basisstandard auf;
dafür sind rund 9,3 km Neubau, 37,4 km Ausbau, 178 Knotenpunktanpassungen und 8 Sonderbauwerke mit Gesamtkosten von etwa 55,3 Mio. Euro nötig.
Das geforderte Potenzial von mindestens 2.000 Radfahrenden pro Tag für einen durchgehenden Radschnellweg wird laut der Studie überwiegend nicht erreicht, der Nutzen-Kosten-Quotient von 0,69 gilt gesamtwirtschaftlich als nicht tragfähig. Die Studie empfiehlt trotzdem einen gestuften, bedarfsorientierten Ausbau empfohlen wird.
„Erfahrungen aus anderen Regionen mit Radschnellverbindungen belegen, dass ein qualitativ hochwertiges und durchgängiges Radwegenetz zu einem deutlichen Anstieg der Radverkehrsnachfrage führt, sodass von einem wachsenden Bedarf auszugehen ist, sobald das Angebot für Radfahrende verbessert wird.“
Spezielle Ergebnisse für Düren
Düren wird als wichtiger Knoten im regionalen Netz beschrieben, insbesondere als Bindeglied im Rheinischen Revier und zukünftiger umweltfreundlicher Pendlerstandort im Strukturwandel. Für das Stadtgebiet wurden acht Varianten geprüft; die nördliche Route (Variante E1) wurde als Vorzugstrasse festgelegt, die u.a. nördlich am Badesee, über die alte Eisenbahnbrücke und die Kreisbahntrasse sowie entlang der Bahn Richtung Merzenich verläuft.
Ausbau, Maßnahmen und weiteres Vorgehen in Düren
Im Stadtgebiet soll überwiegend eine Radvorrangroute statt eines vollwertigen Radschnellwegs umgesetzt werden, mit punktuellem höherem Standard auf nachfragestarken innerstädtischen Abschnitten und eher Basisstandard Richtung Sindorf. Konkrete bauliche Maßnahmen (Wegeausbau, Knotenpunktanpassungen, Sonderbauwerke) werden noch verfeinert; empfohlen wird ein schrittweises Vorgehen mit Priorisierung vorhandener Abschnitte, Lückenschlüssen und kurzfristigen Qualitätsverbesserungen, wobei Finanzierung und Kostenaufteilung (u.a. über FöRi-Nah und Strukturwandelprogramme) in einem weiteren Planungsschritt zu klären sind.
Die Radschnellverbindung steht im Dürener Verkehrs- und Bauausschuss – 09.12.2025 – auf der Tagesordnung
Quelle:
https://sessionnet.owl-it.de/dueren/bi/vo0050.asp?__kvonr=14107288&smcspf=4
Dokumente:
Anlage 2 Übersichtskarte Düren RSV
Hinweis, der Text wurde mit Hilfe von KI zusammengefasst