Die Autofahrer kriechen aus den Löchern

Zum Kommentar von Achim Schiffer in der Sonntagszeitung

ProRad ist über den Kommentar von Herrn Schiffer in seiner Kolumne „Angemerkt“ entsetzt. Für Rob Maris war das Anlass, eine Glosse mit satirischer Note zu schreiben. Und zwar mit der gleichen Aufmachung wie der Beitrag des Herrn Schiffer (beides PDF, Click auf Bild).

ProRad hat Herrn Schiffer zudem eine E-Mail gesendet, in der wir Stellung beziehen. Da es sich um einen offenen Brief handelt, wird dieser nachfolgend zitiert:

Sehr geehrter Herr Schiffer,

Ihr ‚Angemerkt‘ in der Dürener Sonntagszeitung vom 2. Mai 2021 haben wir mit Entsetzen gelesen. Ein Artikel, der jeglichen Fortschritt für den Radverkehr verdammt und für den es ein ‚Verkehrschaos‘ grundsätzlich nur für Autofahrer gibt, liest sich wie ein Text aus dem vorigen Jahrhundert.

Zur Förderung des Radverkehrs werden Bundesmittel in Höhe von 1,46 Milliarden bis 2023 bereitgestellt, das ist die aktuelle Verkehrspolitik der Bundesregierung.
Dies bestätigt den Kurs der Dürener Verwaltung, Radler in Düren mit sicheren Radführungen zu unterstützen und damit zum Radfahren zu ermutigen.

Die geplante ‚Protected Bike Lane‘ (zu Deutsch : Geschützter Radstreifen) in der Veldener Straße ist ein gutes Beispiel dafür. So können Radfahrer aus dem Dürener Norden sicherer in die Innenstadt gelangen.
Zugleich hilft der GRS dabei, die Ortsdurchfahrt Birkesdorf zu entlasten, was im ISEK Birkesdorf beschlossen wurde.
Dass die Teststrecke bislang noch nicht intensiv genutzt wurde, liegt hauptsächlich daran, dass sie noch nicht durchgehend und auch nur einseitig angelegt war. Trotzdem gab es schon im Herbst viele Radler, die die Strecke ausprobierten, und die das Testteilstück als guten Anfang bezeichneten.

Aber sicherlich werden Radfahrer die Strecke verstärkt nutzen, wenn sie auf der gesamten Strecke von Birkesdorf bis zur Fritz-Erler-Straße sicher unterwegs sein können.

Dazu ein Beispiel aus dem ÖPNV. Bis in die neunziger Jahre hinein wurde die Rurtalbahn von Düren bis Heimbach vom damaligen Eigentümer Deutsche Bahn heruntergewirtschaftet. Erst der Eigentümerwechsel schaffte eine Wende. Nur neue Fahrzeuge alleine hätten allerdings den heutigen Erfolg nicht möglich gemacht, es wurden gleichzeitig auch die Haltestellen Stück für Stück neu gestaltet. Es wurde Qualität realisiert.
Das heißt, der Erfolg der Rurtalbahn wurde durch eine Angebotspolitik herbeigeführt.

Für den Radverkehr ist das nicht anders.

Mit freundlichen Grüßen

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