Ausblick 2017

In einem guten Gespräch zwischen ProRad Düren und Vertretern der Stadt Düren ging es zunächst und hauptsächlich um ein Kennenlernen.

Pro Rad macht seit anderthalb Jahren „Druck“ für bessere Radverkehrsbedingungen und die Aktiven sind natürlich „ungeduldig“, v.a. bezüglich der Umsetzung von positiven Beschlüssen.
Georg Schmitz, Vertreter des VCD in Pro Rad und gleichzeitig Ratsmitglied der Grünen weist immer wieder darauf hin, dass man gut mit der Verwaltung zusammenarbeiten und diese nicht als Gegner sehen solle.
„Gemeinsam müssen wir die Bedingungen für den Radverkehr verbessern!“In diesem Sinne wurden zahlreiche Informationen ausgetauscht.
Eine ganz wichtige Info aus dem Termin: Wir haben uns ja immer wieder über den sehr langsamen Fortschritt bei der Aufhebung der Radwegebenutzungspflicht geärgert und uns gefragt, warum z.B. unter anderem an der Arnoldsweiler Straße (am Beginn Wirteltorplatz – da wo früher Mc Donalds war) noch das blaue Schild Fuß/Radweg hängt.

Die Verwaltung hat ausführlich erläutert, dass sie die Verabredung zur Aufhebung der Benutzungspflicht ernst nimmt, aber immer zunächst nachweisen muss, dass die Räumzeiten an Ampeln (auf der Fahrbahn) im Verlauf parallel zum Radweg berücksichtigt sind. Es muss sichergestellt sein, dass Radler/innen die Kreuzung in der Zwischenzeit sicher überqueren können – wozu sie rechnerisch einige Sekunden länger brauchen als ein Auto.
Nur dann können die Schilder abgenommen werden, ohne rechtliche Konsequenzen zu befürchten. Dies betrifft auch die Stelle an der Arnoldsweiler Straße, da man dort an die Ampel kommt – welche noch nicht geprüft war.

Die Prüfung des Radverkehrs an Ampelanlagen war lange nicht möglich, da Personal im Tiefbauamt ausgefallen war (Krankheit, Elternzeit …) und auch die Haushaltsmittel fehlten. Die AmpelPlus Koalition hat nun im Doppelhaushalt 16/17 zusätzliches Personal im Interesse des Radverkehrs (zwei halbe Stellen wurden inzwischen besetzt) und die nötigen Sachmittel bereitgestellt.
In einem ersten Paket (einer Vergabe über 20.000 Euro!) wurden nun Straßenzüge und Ampeln geprüft und da werden 2017 weitere Schilder abgebaut. Außerdem sollen wir nochmals Stellen nennen, wo eine Abschaffung der Benutzungspflicht möglich ist, weil keine Ampeln folgen. Ein Beispiel hierfür ist die Nideggener Straße stadtauswärts zwischen Zülpicher Str. und Europaplatz (Kreisverkehr). Ein zweites Prüfpaket soll dieses Jahr vergeben werden und das wird dann spätestens im nächsten Jahr realisiert.

Die teils umstrittenen Beschlüsse aus 2015 und 2016 werden in 2017 realisiert, weil der Zuschussantrag erst im September 2016 bewilligt wurde. Die Stadt ist gehalten, sparsam mit den Haushaltsgeldern umzugehen und hatte einen Antrag auf Bezuschussung aus Bundesmitteln für Klimaschutz gestellt. Nun bekommt die Stadt 50% Bundeszuschuss für die Markierungsarbeiten in zahlreichen Straßen (Kölnstrasse, Valencienner Strasse usw.) sowie die Anpassung einzelner Ampelanlagen und die Abstellanlagen Wirteltorplatz und Kölntorplatz.

Für den Spätsommer wurde ein Folgetermin vereinbart, an dem der Dialog fortgeführt werden soll.

Ihr seht, es passiert schon einiges – auch wenn es uns Radfahrern natürlich immer schneller gehen dürfte :-). In diesem Sinne wünschen wir euch und Ihnen allen ein erfolgreiches und gutes Jahr 2017.

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Ein Kommentar zu Ausblick 2017

  1. Michel Voss sagt:

    Stelle, wo Abschaffung der Benutzungspflicht möglich ist, weil keine Ampeln folgen: Derichsweilerstrasse zwischen Gürzenich & Derichsweiler. Straße ist gut ausgeleuchtet – der Radweg dagegen liegt im Lichtschatten der Bäume, weshalb abends oft Hundeleinen in die Quere kommen.
    1. Teil besteht aus rubelligem Verbund-Pflaster: https://photos.google.com/album/AF1QipPx7ThrqlwkTavQ3LhinkGqxRePHTDqHXUSdfAP/photo/AF1QipNLuCno89HOkz4mmgNMMMynhKAatevPrhOterZ7.
    2.Teil ist voller geflickter Wurzel-Aufbrüche: https://ssl.panoramio.com/photo/80427620. https://ssl.panoramio.com/photo/80427338
    Schon mehrmals ist mir dadurch Gepäck vom Träger heruntergefallen.

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