Nideggen: Radfreigabe Dürener Tor

Seit einigen Wochen gibt es für den Radverkehr die Freigabe, nach oben direkt durchs Dürener Tor zu gelangen, und nicht den Umweg über die Hindenburgstraße fahren zu müssen. Pedelecfahrende dürften die Steigung relativ mühelos schaffen können.

Diese Maßnahme ist das Ergebnis eines Ortstermines im Herbst vergangenen Jahres, welches die SPD-Fraktion in Nideggen in die Wege geleitet hatte. ProRad wurde gebeten dabei zu sein, zusammen mit je einem Vertreter der Stadt Nideggen und der Straßenverkehrsbehörde Dürens.
Wir freuen uns sehr für Nideggen, dass diese kleine Verbesserung realisiert wurde.

Radweg Abender Straße

Beim Ortstermin wurde zudem der Wunsch der SPD nach einem ordentlichen Radweg entlang der Abender Straße bis zum Ortsausgang angesprochen. Hintergrund ist, dass vor längerer Zeit im Seitenwechsel Parkplätze entlang der Abender Straße eingerichtet wurden, damit der Verkehr verlangsamt wird. Der gewisse Schlängelkurs, der dadurch entsteht, ist für Radfahrer nicht ungefährlich. Das ist einer der Gründe, weshalb die SPD hier für einen ordentlichen Radweg plädiert. ProRad hat hier die Einrichtung eines Zweirichtungsradweges vorgeschlagen. Zum Einen, weil es hinter dem Ortsausgang ohnehin einen Zweirichtungsradweg gibt, und zum anderen, weil dessen innerörtlichen Verlängerung optimalerweise an der Innenstadtseite fortgeführt würde. Zudem würde der Platz für zwei Einichtungsradwege einschließlich Pufferzone nicht ausreichen. Dieses Thema ist noch Gegenstand von Beratungen. Es wird noch eine Weile dauern, bis sich da etwas tut. (Bild: Openstreetmap)

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4 Antworten zu Nideggen: Radfreigabe Dürener Tor

  1. Bernhard Laatsch sagt:

    Nein, bitte KEINEN baulich getrennten Radweg, weder Einrichtungs- noch Zweirichtungsradwege. Jede Kreuzung und jede Gründstückszufahrt wäre eine erhebliche Gefahrenquelle! In Fahrtrichtung Norden geht es bergab. Auch ungeübte Radfahrer können recht schnell werden. Bei einem Zweirichtungsradweg auf der Innenstadtseite fährt man also zügig auf der „falschen“ Seite. Unfälle sind so doch vorprogrammiert! Und bei Dunkelheit wird man durch das asymmetrische Ablendlicht der entgegenkommenden KFZ immer schön geblendet. Bitte lasst uns Radfahrer auf der Straße; das ist, wenn auch anders gefühlt, tatsächlich aber sicherer.

    • Rob sagt:

      Wenn Sie sogar gegen Einrichtungsradwege sind, gewinne ich den Eindruck, dass Ihre Argumentation nicht ganz vorurteilsfrei ist. Denn ob auf der Straße oder auf einen Einrichtungsradweg ohne Parkzonen – also nur einen Pufferraum zur Fahrbahn hin: Das macht für die sogenannte Sichtbarkeit der Radfahrenden keinen Unterschied, zumindest nur minimal. Die vielen Radfahrenden die sich auf stärker befahrenen Straßen nicht auf die Fahrbahn trauen…, die MÜSSEN berücksichtigt werden. Daran geht kein Weg vorbei. Wenn so der Radverkehrsanteil im Modal Split zunähme, trägt das sogar zu einer Verringerung der Unfallwahrscheinlichkeit pro Radfahrende bei: Aufgrund des sog. „Safety in Numbers“-Effektes: Mehr Radfahrer im Straßenverkehr werden überhaupt bewusster von den anderen wahrgenommen. Davon profitieren im Prinzip auch die, die trotz Radweg auf der Fahrbahn fahren.

      • Bernhard Laatsch sagt:

        Natürlich habe ich eine Meinung zu Einrichtungsradwegen, die sich aus Erfahrung gebildet hat. Das sollte man aber bitte nicht abwertend als Vorurteil bewerten. Zwar haben Sie mit der Sichtbarkeit recht, aber die weiteren Probleme sind doch bekannt:
        Sauberkeit, baulicher Zustand, mangelnder Winterdienst, Ausweichmöglichkeit bei Baustellen, Glasscherben und parkenden Autos, Überholmöglichkeit, Mülltonnen und Fußgänger auf dem Radweg. Und ganz gravierend: KFZ aus Einfahrten oder Seitenstraßen fahren liebend gern bis zur Bordsteinkante vor und blockieren so den Radfahrer oder gefährden ihn sogar.

  2. Rob sagt:

    (Antwort auf Bernhard Laatsch 18:10)
    Ihre Erfahrung hat Recht – daran kann kein Zweifel bestehen. Da hier aber die Rede von Neuanlagen nach aktuellem Stand (z.B. die Breite) ist, dürften „nur“ einige Einwände weiter zutreffen. Zu:
    – Mülltonnen: Kein Anwohnerproblem, sondern ein Müllabfuhrproblem. ProRad hat der DSB darauf hingewiesen, und sie haben die Mitarbeiter darauf hingewiesen. Wird man ab und zu wiederholen müssen, aber es wird allmählich etwas besser.
    – Verhalten bei Ausfahrten: Es kommt darauf an, dass die Kfz-Fahrer beim Sehen eines Radfahrers etwas zurückstellen. Das passiert in der Praxis auf, aber noch zuwenig. Da hilft evtl. nur ein Blockieren des Fahrzeuges, indem davor gehalten wird.
    – Winterdienst: Auch das hat ProRad angesprochen. Letztes Jahr funktionierte es. Zwar unzureichend, aber es ist ein Anfang.
    – Parkenden Autos: Das Verwarnungsgeld muss – wie in den Niederlanden – auf mindestens 80 Euro angehoben werden. Dann erledigt sich das Problem.

    Teilweise ist etwas Geduld gefragt, bevor sich Situationen verbessern, aber dieser Weg ist der Richtige, weil nur so der Radverkehrsanteil signifikant ansteigen kann, gerade auch in den Wintermonaten.

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